Supportive Listening (Co-Counseling)

Zum „Counseln“ während des Camps suchst Du Dir einen Partner, welchen Du noch nicht kennst.
Dein Partner spricht zu Dir über ein Thema, was ihn bewegt, oder ein Thema ist vorgegeben.
Du selbst hörst nur aufmerksam zu, gibst keine Ratschläge oder sonstige Reaktionen auf das, was du hörst. Du hilfst der arbeitenden Person sehr vorsichtig dabei, sich ihrer Gefühle bewusst zu werden, die mit dem Thema verbunden sind. Während dein Gegenüber spricht, könntet Ihr Euch beispielsweise an den Händen halten. Wichtig ist, sich gegenseitig in die Augen zu schauen.
Beim Co-Counseling geht es unter anderem darum, unvorteilhafte Verhaltensmuster durch Dein eigenes Potential aufzulösen.
Co-Counseling sehe ich als eine Art „Psychotherapie ohne Therapeuten“: Der Therapeut bist du selber. In gegenseitigen Sitzungen erfolgt die wechselseitige Unterstützung. Nach einer festgelegten Zeit wird gewechselt, somit hat jeder der Partner für einen Teil der Zeit die volle Aufmerksamkeit.
Wenn nicht in die Gefühle gegangen wird und Emotionen nicht gezeigt, etwa unterdrückt werden, sich also nur ein Reden vom Kopf her ereignet, bleibt meist der vorteilhafte, heilsame Effekt aus.